Monat: November 2007

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  • Der Amazonas in Brasilien

    1. Grunddaten
    Der Amazonas ist nicht nur der größte Fluss der Erde, er ist für uns auch der bedeuternste und wichtigste Fluss mit seinen zahlreichen Tieren und Pflanzen, die in der Umgebung des Amazonas, Amazonien genannt, leben.
    Woher der Amazonas seinen Namen hat, ist nicht eindeutig geklärt. Der Hauptstrom hat viele Namen. Der mittlere Teil des Stroms wird meist Solimus genannt. Erst im letzten Drittel trägt der Amazonas eindeutig den Namen Amazonas.
    Er entspringt in den peruanischen Anden. Dort entspringen die zwei Hauptflüsse des Amazonas, der Rio Maranon und der Rio Ucayali. Östlich von Nauta, im peruanischen
    Teil des Amazonastieflandes, vereinigen sie sich. Ab dem Flusshafen Iquitos heißt der inzwischen 2 km breite Strom Amazonas, Wolkenwasserlärm in einer Indianersprache.
    Bei Manus fließen der Rio Solimoes und der Rio Negro zusammen. Ab Manus heißt der Fluss dann wieder Amazonas.
    Der Amazonas hat eine Gesamtlänge zwischen 6.400 km und 7.025 km, je nachdem, welchen Fluss die Geographen als Quellfluss ansehen. Der Nil hingegen hat eine Länge von 6671 km, ist jedoch nicht so groß wie der Amazonas.
    17 Hauptzuflüsse speisen den Amazonas, 10 sind länger als der Rhein. Der Amazonas hat ungefähr 1100 Nebenflüsse, von denen ca. 100 schiffbar und 17 länger als der Rhein sind. Außerdem gibt es noch schätzungsweise 100.000 weitere kleine Nebenflüsse.

    Von Manus dauert es sechs Tagesreisen, bis der Amazonas in den Atlantischen Ozean mündet. Das Gefälle auf der ganzen Strecke beträgt 180 m. Dennoch fließt der Amazonas mit 0,75 m pro Sekunde. Das liegt an den nachlaufenden Wassermengen, die einen ungeheuren Druck auf den Fluss ausüben.
    Die grauen Wassermassen des Amazonas sieht man noch deutlich 200 km von der Küste entfernt.
    Der Amazonas ist an dem Flusshafen Iquitos schon 2 km breit. Über eine Strecke von2.000 km ist der Hauptlauf ca. 5 km breit. Bei Hochwasser zieht sich der Amazonas aber auf bis zu 120 km auseinander. Dann liegen die Flussufer 5 – 12 Metern unter Wasser.
    Auf der ganzen Strecke ist der Fluss 30 – 40 Meter tief, teilweise sogar 100 Meter. Deshalb können Hochseeschiffe bis Manus, bei Hochwasser bis nach Iquitos fahren. An der Küste des Atlantischen Ozeans ist der Fluss 200 km breit, zahlreiche Inseln eingeschlossen. Der breiteste Teil des Amazonasgebietes ist 1.600 km breit.

    Der Amazonas hat ein Wasservolumen, das dem Hundertfachen des Rheins entspricht. Bei Hochwasser schwillt das Wasser auf bis zu 280.000 m³ pro Sekunde an.
    Zweieinhalb bis fünfmal so viel Wasser wie im Kongo, dem zweitgrößten Fluss der Erde, fließt im Amazonas. Der Mississippi hätte fünfmal im Amazonas Platz.
    Im Amazonasbecken befinden sich ca. 20% des gesamten Süßwassers der Erde.

    Das Amazonasbecken nimmt ein Fünftel des südamerikanischen Kontinents ein. Es liegt zu einem Drittel in Brasilien. In Kolumbien sind 300.000 qm mit dem Amazonasbecken bedeckt, in Ecuador sind es 65.000 qm, in Peru 500.000 qm und in Bolivien 455.000 qm.

    2. Entwicklung
    Früher sah es am Amazonas noch ganz anders aus. Die Amazonasregion war früher ein Teil eines ganz anderen Kontinents. Dieser Kontinent war viel größer als das heutige Südamerika.
    Vor Hunderten von Millionen Jahren gehörten die Felsketten und Berge der Amazonas-region zu dem urzeitlichen Riesenkontinent Gondwanaland. Die Antarktis war das Zentrum von Gondwanaland. Australien, Südamerika, Indien und Afrika lagen um die Antarktis. Das der „Ur-Amazonas“ damals westwärts floss, lässt deutlich die Form des heutigen Amazonasbeckens erkennen. Nach Westen hin breitete sich der Fluss immer mehr aus.
    Dieses urzeitliche Bild der Amazonasregion wurde vor rund 100 Millionen Jahren zerstört. Unter Gondwanaland brachen zahlreiche kleine Vulkane aus und rissen den riesigen Kontinent auseinander. Diese Teile drifteten in verschiedene Richtungen und bildeten unsere heutigen Kontinente.

    Die Erdkruste besteht im Wesentlichen aus zwei Felsschichten. Die untere Schicht besteht aus Basalt. Diese Schicht umfasst die ganze Erde, sie bildet den Meeresboden und die Fundamente auf denen die Kontinente ruhen. Die Kontinente, die aus leichterem Granit bestehen, bilden die obere Schicht. Sie schwimmen auf dem Basaltuntergrund.

    Unter der Basaltschicht brachen zahlreiche Vulkane aus und bahnten sich einen Weg durch die Basaltschicht und durch die Granitschicht. Der Urkontinent wurde auseinander gerissen. In der Basaltschicht bildete sich von Nord nach Süd eine Felskette und schob die Kontinente auseinander. Da Südamerika westlich lag, driftete es nach Westen.
    Hinter ihm schob die Felskette die Kontinente immer weiter auseinander. Zurück blieb der heutige Südatlantik.
    Auf dem Weg nach Westen kam Südamerika mit dem Boden des Pazifischen Ozeans in einen Konflikt. Durch die starken Kräfte, die aufeinander traten, entstand die heutige Struktur der Amazonasregion.
    Als sich der südamerikanische Kontinent über den Meeresboden schob, ließ er die Anden  entstehen. Dieses neue hohe Gebirge blockierte die Mündung des damals noch westwärts fließenden Amazonas. Dadurch bildete sich ein riesiges Süßwasserbecken. Wann dies geschah ist noch nicht eindeutig geklärt. Es wird aber vermutet das die Auffaltung der Anden vor 100 Jahren begann.
    Aus dem Süßwasserbecken wurde ein See. Im Laufe der letzten fünfzig Millionen Jahre fand das Süßwasser eine Abflussmöglichkeit. Diese ergab sich durch eine weitere Bewegung des Kontinents. Kontinente können auf der Schicht, auf der sie liegen mal höher und mal tiefer kommen und sich dabei neigen. Südamerika neigte sich nach Osten und das gesamte Süßwasser floss in den Atlantik. So konnte das heutige Amazonas-Becken entstehen.

    Vor etwa einer Million Jahre gab es das jüngste geologische Ereignis am Amazonas, das während der Eiszeit statt fand. In den Polargebieten vereiste eine menge Wasser und so senkte sich der Wasserpegel des Atlantik um ca. 90 m. Dadurch entstand ein starkes Gefälle für den Amazonas. Das Wasser grub tiefe Betten in den Fluss. Als das Eis wieder schmolz und der Wasserstand anstieg, wurden die Flussmündungen überflutet. Noch Heute liegen einige Flussbetten an der Mündung unter dem Meeresspiegel.

    3. Menschen
    Das Verhältnis zwischen Ureinwohnern und Weißen war in der Vergangenheit auch nicht sehr friedlich. Überall wo sich Ureinwohner dem Expansionsdrang der Weißen widersetzten, wurden sie vertrieben oder ermordet.
    Doch auch der friedliche Kontakt mit den Weißen brachte viel Leid über die Ureinwohner. Durch Ansteckungskrankheiten wie Masern und die Grippe starben in den vergangenen Jahren Hunderte Ureinwohner, da sie keinerlei Abwehrkräfte gegen diese Krankheiten besaßen und sich auch mit Kräutern nicht zu helfen wussten.
    Alkohol und der Zwang zur Prostitution waren die Gründe für die psychische Schwächung der Ureinwohner.
    Durch die radikale Veränderung des Alltags der Ureinwohner durch die Weißen, ging die Kultur und die wirtschaftliche Unabhängigkeit der Ureinwohner verloren.

    4. Rohstoffe
    Jahrtausendelang lebten die Ureinwohner mit großen Kenntnissen über die Natur zurückgezogen im Urwald. Selbst ihre Brandrodungen haben keine erkennbaren Schäden im Urwald verursacht. Die Ureinwohner sind sehr darauf bedacht, keine Schäden im Regenwald zu hinterlassen. Diese Lebensethik haben die fremden Eindringlinge völlig ignoriert.

    In den 70er-Jahren begannen dann auch die Bemühungen um die Erschließung der Reichtümer in Amazonien. Dies hatte die verschiedensten Aktivitäten zur Folge:
    Nutzung des Waldes, Produktion von Pulpe und Papier, der Abbau von mineralischen Stoffen, aber vor allem das Rinderzüchten auf Riesenfarmen (Ranching) gehörten zu den Projekten der Weißen.
    Doch erst mit der 5300 km langen Transamazonica von Recife und Joao Pessoa an der Atlantikküste nach Cruzeiro do Sul an der peruanischen Grenze begann der wirtschaftliche Großangriff auf Amazonien. Rund 150.000 arme Familien aus Dürregebieten und übervölkerten Städten versuchten ihr Glück am Amazonas. Sie betrieben Brandrodungen und vernichteten in hohem Maß den Regenwald. Geringe Bodenerträge und Tropenkrankheiten ließen viele Siedler wieder abwandern.

    Die SUDAM ist eine Behörde in Brasilien, die für die Entwicklung und Erschließung Amazoniens verantwortlich ist. Heute sind die Reichtümer Amazoniens als globale Reichtümer zu sehen. Die Ursache dafür ist, das es in Amazonien noch die Hälfte der erhaltenen Regenwälder gibt.
    Die Vernichtung des Regenwaldes ist daher ein großes Problem. Wenn die Vernichtung in diesem Maße weiter voran getrieben wird, ist bald kein Regenwald mehr da.

    5. Umwelt
    Der meiste Regenwald wird wegen der Viehzucht abgeholzt, da immer neue Flächen gebraucht werden. Die alten Flächen sind schnell erschöpft und können sich nicht ausreichend regenerieren.
    Wenn es keinen Regenwald mehr gäbe, wäre das nicht nur eine nationale Katastrophe für die Länder am Amazonas, sondern für alle Länder der Erde. In Amazonien entsteht die Hälfte von allem auf der Welt produzierten Sauerstoffs.

    Auch würden viele Tier- und Pflanzenarten aussterben. 70% der Pflanzen, die bei der Krebsbekämpfung eingesetzt werden, kommen aus dem Regenwald.

    Das Thema Amazonas habe ich mir ausgesucht, weil mich Flüsse sehr interessieren.
    Am Anfang wusste ich nichts über den Amazonas. Durch die Arbeit an diesem Referat hat sich bei mir schon einiges an Wissen angesammelt. Das Thema hat mir sehr viel Freude bereitet!

  • Inhaltsangabe aller Bilder zu Andorra von Max Frisch

    Inhaltsangabe zu jedem Bild von "Andorra" (Max Frisch) Andorra Max Frisch Cover

     

    1. Bild   (Straße, Tischlerwerkstadt, Pinte)

    Barblin weißelt ihr Elternhaus um es für den Sankt- Georg- Tag besonders schön herzurichten. Genauso sollen es auch alle anderen „Jungfrauen“ in Andorra machen. Bei dieser Arbeit wird sie vom Soldaten Peider begafft. Dieser will sich an Barblin „ranmachen“, doch ihre Abneigung und ihre Erklärung dass sie doch schon verlobt ist, ignoriert er völlig. Als der Pater hinzukommt, freut dieser sich sehr das Barblin so fleißig weißelt: „ …wir werden ein schneeweißes Andorra haben…“ (S.9).  Peider verspottet diesen Satz des Paters, denn er weiß, dass das alles nur Farbe ist, und das hinter dem „schneeweißen Andorra“ ein verlogenes, falsches Andorra steckt und nicht das weiße, unschuldige was alle gerne hätten. Als Barblin den Pater fragt ob es wahr ist das die „schwarzen Soldaten“ das Land überfallen wollen, weicht dieser aus und macht ihren Vater schlecht, nur weil er zu viel trinke und ein Kind adoptiert habe obwohl er nicht sehr wohlhabend ist.
    Im zweiten abschnitt des 1. Bildes bittet der Lehrer den Tischler um eine Lehrstelle für seinen Sohn Andri. Der Tischler jedoch verlangt für diese Lehrstelle 50 Pfund. Dieses Geld kann oder will der Lehrer aber zunächst nicht aufbringen. Nachdem der Lehrer auf die Forderung also nicht eingeht geht der Tischler einfach hinaus. Der Wirt bietet dem Lehrer an, ein Stück Land von ihm zu kaufen, für fünfzig Pfund. Dieses „Angebot“ nimmt der Lehrer jedoch nicht an.
    Nach der festlichen Prozession zum Sankt- Georg- Tag, streiten sich Andri und Peider. Peider erzählt Andri das er ein Auge auf Barblin geworfen hat. Als Andri ihm jedoch erzählt dass sie verlobt ist, sagt Peider das ihm das egal ist. Er werde sie sich schon noch holen, und sie auch bekommen.

    2. Bild (vor der Kammer der Barblin)

    Andri und Barblin unterhalten sich über das, was die anderen über Andri erzählen und vor allem warum sie das reden. Er zweifelt sehr an sich selbst, er vergleicht sich mit anderen und fragt sich, warum und ob er wirklich anders ist. Obwohl Barblin sich vor ihm entblößt, ihn immer wieder küssen will und eindeutige Gesten macht redet Andri die ganze Zeit nur über sich. Er achtet so gut wie gar nicht auf Barblin, was diese wiederum sehr kränkt.

    3. Bild (in der Tischlerwerkstatt)

     
    Andri und der Tischlergeselle unterhalten sich über die Fußballmannschaft des Gesellen und darüber das Andri gerne mitspielen möchte.
    Als der Tischler in die Werkstatt kommt um Andris arbeit zu überprüfen vertauscht er die Arbeit des Gesellen mit der von Andri. Der Geselle hat den Stuhl jedoch nicht „recht verzapft“, im Gegensatz zu Andri, der eigentlich ordentlich gearbeitet hat. Der Tischler jedoch überhört die Erklärungsversuche Andris und hält diesem einen Vortrag über ordentliche Stühle und wie man sie verarbeiten muss. Diesen Vortrag hätte er wohl besser seinem Gesellen halten sollen…
    Anschließend bietet der Meister Andri an, in der Buchhaltung zu arbeiten. Dort soll er Bestellungen annehmen, denn „ das ist´s was deinesgleichen im Blut hat“
    Andri jedoch nimmt dieses „Angebot“ nicht an, denn schließlich wollte er Tischler werden. Stattdessen arbeitet er von nun an wieder als Küchenjunge in der Pinte.

    4.Bild (Stube beim Lehrer)

    Andri wird vom Doktor untersucht. Währenddessen erzählt der Doktor dass er den seinen Vater schon als jungen Lehrer gekannt hat. Er sei schon damals sehr energisch gewesen ist. Er erzählt außerdem dass er selbst ein Professor ist, sich aber nichts aus seinen Titeln macht. Er ist schon in vielen Ländern gewesen und überall hat er erfahren müssen wie sehr Juden diskriminiert werden. Er sagt, er hat schon viele Juden gerettet. Aber eigentlich könne er Juden gar nicht riechen. Er weiß nicht das Andri ein Jude ist. Erst nachdem er ausreichend über Juden gelästert hat, erfährt er es. Als der Vater nach hause kommt, schmeißt er ihn aus seinem haus und beschimpft ihn als „verkrachten Akademiker“.
    Anschließend sitz die Familie gemeinsam am Tisch um zu Abend zu essen. Andri und Barblin erzählen ihren „Eltern“ dass sie heiraten möchten. Der Vater und die Mutter reagieren entsetzt. Der Vater Verbietet Andri dieses Vorhaben. Andri glaubt der Vater verbietet es ihm weil er ein Jude ist. Den waren Grund erfahren beide erst später.   Barblin läuft tief verletzt davon, und der Vater flüchtet in die Pinte um sich zu betrinken, wie seine Frau glaubt.

    5. Bild ( in der Pinte)

    Can betrinkt sich. Er erzählt das Andri seine Schwester Barblin heiraten möchte. Außerdem erzählt er das er eine groß lüge erzählt hat und das  er nicht weiß, wie er diese Lüge wieder los wird, denn sie wächst von Tag zu Tag. Der Jemand kann ihm nicht folgen und ließt stattdessen in der Zeitung das die schwarzen sie wieder überfallen wollen. Weil ihn keiner versteht, geht Can irgendwo hin „wo ich meine Ruhe hab“.

    6. Bild (Vor der Kammer der Barblin)

    Während er eigentlich vor der Kammer der Barblin wachen wollte, schläft Andri ein. Als er schläft, schleicht Peider sich über ihn hinweg in die Kammer der Barblin und verschließt von innen die Tür. Als Andri kurze Zeit später erwacht wundert er sich über die verschlossene Kammertür. Er erzählt ihr durch die Tür hindurch über seinen Hass. Er glaubt, dass er sich durch das hassen wohler fühlen kann.
    Der betrunkene Can kommt herauf um Andri die Wahrheit über ihn zu erzählen. Doch weil er so betrunken ist kann und will Andri ihm nicht glauben was er erzählt. Er verspottet das, was er ihm sagt und tut es als dummes Geschwätz ab. Nach dem streit geht der Lehrer. Andri will Barblin wieder etwas erzählen, doch als sie immer noch nicht antwortet macht er sich sorgen und will die Tür mit Gewalt öffnen. Doch als sich die Tür von innen öffnet, sieht er Peider mit offener Hose über seine Barblin gebeugt…
    Als er das sieht, schmeißt er Peider hinaus!

    7. Bild (in der Sakristei, beim Pater)

    Der Pater führt, auf Wunsch der Pflegemutter, ein Gespräch mit Andri. Diese macht sich große Sorgen um ihren Pflegesohn. Andri schüttet dem Pater sein Herz aus. Er erzählt ihm was all´ die anderen Andorraner über ihn erzählen: Er sei feig, habe kein Gemüt, denke alle Zeit nur ans Geld und außerdem sei er vorlaut.
    Der Pater versucht Andri wieder aufzubauen, indem er versucht ihm klar zu machen dass er zwar anders ist, aber nicht negativ!!  Er will ihm erklären, dass er ein netter junger man ist der durchaus auch gute Seiten hat. Er soll nicht immer nur darauf hören, was die anderen über ihn denken sondern darauf, was er selbst und seine besten Freunde über ihn sagen. Als Andri weiter erzählt, bricht er weinend zusammen. Er weint um seine Barblin, weil sie ihn nicht richtig lieben  kann, denn auch er selbst kann sich nicht lieben. Darauf entgegnet der Pater mit dem Bibel Zitat: „Liebe deinen nächsten wie dich selbst“. Denn, wenn nicht mal Andri sich selbst liebt, wie soll es denn ein anderer können? Daraufhin geht Andri ziemlich nachdenklich nach hause.

    8. Bild (Platzt von Andorra)

    Der Doktor sitzt an einem Tisch vor der Pinte. Der Wirt, der Tischler, der Geselle, der Jemand und er Soldat stehen um ihn herum. Sie unterhalten sich über einen möglichen angriff der schwarzen von drüben und über die Senora die beim Wirt ein Zimmer haben möchte. Die anderen Andorraner würden ihr dieses Zimmer nicht geben, der Wirt jedoch plädiert auf das gastrecht, was jeder hat. Also gibt er ihr ein Zimmer, obwohl die anderen das gar nicht verstehen können. Ganz im Gegenteil: Sie glauben die Senora ist eine „Spitzlerin“ der schwarzen. Sie ignorieren sie förmlich, um ihr möglichst wenig Gelegenheit zum „spitzeln“ zu geben. Nachdem die Senora ihr Gepäck verstaut hat, kam sie wieder hinaus und setze sich an einen freien Tisch. Nachdem alle sie von oben bis unten „gemustert“ haben, wollen der Doktor und der Tischler zahlen, um zu gehen. Die Senora bestellt ein Glas Wasser und fragt was geschehen ist, weil die anderen alle gehen. Kurze Zeit später kommt Andri hinzu und schmeißt eine Münze in das Orchestrion. Die Senora fragt den Soldaten einige dinge, doch dieser fühlt sich dadurch sofort angegriffen. Dann pöbelt Peider Andri an und entfacht somit einen Streit der mit einem verletzten Andri endet. Die Senora kümmert sich um Andri und bittet ihn, sie zu seinem Vater zu bringen.

    9. Bild (Stube beim Vater)

    Die Senora ist im Begriff wieder zu gehen, doch Andri will sie daran hindern, denn er möchte sich gerne noch mit ihr unterhalten. Sie zieht ihre Handschuhe an und währenddessen erzählt sie Andri von ihrer Kindheit und davon, wie schnell die Zeit vergeht. Sie erwähnt jedoch nicht, dass sie seine Mutter ist. Als sie dann endlich aufbricht, möchte Andri sie gerne begleiten. Sein Vater sagt ihm, er soll nicht über den großen Platz gehen, um den anderen Andorranern  nicht zu begegnen. 
    Als Andri noch nicht lange weg ist, kommt der Pater zum Lehrer um ihm zu erzählen, dass er die anderen nicht von ihrem negativen glauben über die Senora abbringen konnte. Doch kaum hat er diesen Satz zu ende gebracht, kommt Andri auch schon wieder zurück. Die Senora wollte lieber alleine gehen, hat ihm aber ihren Ring geschenkt. Andri lobt sie in den höchsten tönen. Als der Vater gegangen ist, ignoriert der Pater Andris „Lobgesänge“  förmlich, weil er Andri endlich die Wahrheit sagen möchte. Er erzählt im also dass die Senora seine Mutter ist und das er demzufolge auch kein Jude ist. Andri will dies aber nicht wahrhaben er beschimpft alle als Lügner. Er glaubt ihnen nicht, denn sie haben ihn nun 20 Jahre lang etwas anderes erzählt und das soll er nun in 20 Sekunden alles wieder vergessen, weil es gelogen ist?! Das will er einfach nicht glauben.
    Kurz darauf kommt der Vater angerannt um den beiden Mitzuteilen das die Senora ermordet wurde… 
    Sie wurde von einem Stein erschlagen und alle Dorfbewohner glauben das Andri den Stein geworfen hat. Weil er doch ein Jud ist und Juden tun so etwas…

    10. Bild (Platz von Andorra)

    Andri sitzt alleine auf dem Platz. Er beteuert immer wieder seine Unschuld. Als der Vater kommt um ihn zu holen, will er nicht mir ihm mitgehen. Es ist ihm egal dass sie ihn sie ganze Nacht gesucht haben. Ihm ist es egal das die schwarzen kommen, ihm ist egal das seinen Familie sich sorgen um ihn macht und ihm ist auch egal was die anderen über ihn denken.
    Die beiden streiten sich auf dem verlassenen Platz. Sie streiten sich über die lüge des Vaters, eine Lüge die Andris ganzes Leben bestimmt. Andri will wissen warum sein Vater damals nicht einfach die Wahrheit gesagt hat, warum er nicht einfach die Wahrheit gesagt hat und somit Andris ganzes Leben versaut hat.
    Als zwei Soldaten kommen um dem Vater sein Gewehr weg zu nehmen will dieser es nicht abgeben, er will es behalten, weil er den Soldaten nicht glaubt dass  sie durch ihren Schutz Andorra sicherer machen. Doch die Soldaten nehmen ihm dass Gewehr ab und während sie dass machen, verschwindet Andri wortlos. Nachdem der Lehrer die Soldaten aufs übelste Beschimpft hat, bemerkt er erst dass sein Sohn weg ist und rennt plötzlich auch weg.

    11. Bild (Vor der Kammer Barblins)

    Andri und Barblin sitzen vor der Kammer der Barblin. Barblin ist völlig fertig mit den nerven, doch Andri fragt sie scheinbar gefühllos wie viele male sie mit Peider geschlafen hat. Sie antworte ihm jedoch nicht. Das macht ihn so wütend dass er sie schließlich auffordert sich auszuziehen und in zu küssen. Er wollte auch noch einmal mit der „Soldatenbraut“ Schlafen. Doch Barblin will nicht, sie wehrt sich gegen Andris „Liebe“. Als schließlich die Soldaten das Haus betreten, um den Juden zu holen, versucht Barblin Andri in ihrer Kammer zu verstecken, denn niemand kennt diese Kammer, niemand außer Peider…
    Als die Soldaten kommen, beteuert Barblin dass jemand in der Kammer sei. Doch Andri stellt sich freiwillig, kommt ais der Kammer hinaus und lässt sich ohne Widerstand abführen. Auch Barblins flehen lässt ihn völlig kalt.

    12. Bild ( Die Judenschau)

    Alle Andorraner haben sich auf dem Großen Platz versammelt. Sie erwarten stumm das kommende. Barblin versucht vergeblich die anderen Dorfbewohner
    Die „bekannten Dorfbewohner“ überlegen was das mit der Judenschau auf sich hat, sie wundern sich wie gut die Soldaten alles organisiert haben. Sie beobachten Barblin, wie sie von Gruppe zu Gruppe geht und dort irgendetwas flüstert. Sie fragen sich was sie sagt und als sie auch ihnen das sagt, wollen sie es nicht befolgen. Der Doktor sagt dass man keinen Widerstand leisten darf. Er sagt außerdem dass auch nach der Judenschau alles so bleiben wird wie es jetzt ist.
    Nun müssen sich nun alle schwarze Tücher über den kopf ziehen. Der Wirt weigert sich aber dies zu tun. Letztendlich tut  er es aber doch.  Anschließend müssen sie auch alle ihre Schuhe ausziehen. Als sich nun alle die Schuhe ausgezogen haben und sich auch das Tuch über den Kopf  gezogen haben müssen sie, einer nach dem anderen, am Judenschauer, der in der Mitte des Platzes sitzt, vorbeigehen. Auf Barblins Zeichen, zudem eigentlich alle stehen bleiben sollten, regiert keiner. Sie befolgen weiterhin die Anweisungen. Als der Judenschauer plötzlich ein Zeichen gibt erschrecken alle. Der vermummte, dem das Zeichen galt nimmt sein Tuch ab, es ist der Jemand. Nach genauerer Musterung lässt er ihn jedoch wieder gehen. Kurze Zeit später gibt er wieder ein Zeichen. Diesmal ist der vermummte ANDRI. Der Lehrer versucht zu erklären, dass das eigentlich gar nicht sein könne, er ist doch sein Vater und deswegen kann er gar kein Jude sein! Doch die Soldaten lassen sich nicht beeindrucken. ‚Andri wehrt sich, doch die Soldaten führen ihn ab.
    Barblin bewahrt seine Schuhe auf. Nachdem Andri getötet wurde und sich auch ihr Vater umgebracht hat, hat sie völlig den Verstand verloren. Sie weißelt alles, die Wände und sogar den Boden um ein schneeweißes, unschuldiges Andorra zu haben. Sie erkennt nicht einmal mehr den Pater als er vor ihr steht, um mit ihr über das geschehene zu reden. Er kann sie auch nicht dazu überreden, Andris Schuhe abzugeben. Sie will sie aufbewahren, weil sie glaubt, dass er eines Tages wieder kommt und dann braucht er schließlich ein Paar Schuhe. 

     

     Danke fürs einsenden an Julian!!

     

    Weitere Infos zu Max Frischs Andorra

  • Buddenbrooks Zusammenfassung/Inhaltsangabe Thomas Mann

    Buddenbrooks Zusammenfassung/Inhaltsangabe

    Die Buddenbrooks sind eine alteingesessene Patrizierfamilie in Lübeck und betreiben dort seit 1765 einen Getreidehandel. Diese Familie ist seitdem ein sehr erfolgreicher Betrieb und erwirbt sich ein entsprechendes Ansehen in der Öffentlichkeit. Johann Buddenbrook, Vater von Thomas Buddenbrook wird sogar Konsul, weshalb seine Frau auch nach seinem Tod mit dem Titel Konsulin bezeichnet wird. Aufgrund dieser wirtschaftlichen und politischen Erfolge seiner Vorfahren wird Thomas (kurz Tom) Buddenbrook zum Senator ernannt.

    Zeichen des Erfolgs sind u.a. das gepflegte Äußere und dem dazugehörende, oft patriarchalisches Verhalten und eine Art Dingsymbol das Elternhaus, welches vom Firmengründer während des wirtschaftlichen Aufstiegs erworben hat.

    Nach dem Tod des Konsuls wird Thomas Buddenbrook Geschäftsführer der Firma „Johann Buddenbrook“. Kurze Zeit darauf wird Thomas zum Senator ernannt und um diesem Titel gerecht zu werden bezieht er ein neues Haus.

    Anschließend verlaufen mehrere Getreidegeschäfte für die Firma so schlecht, daß Thomas anordnet, nur noch am Sonntag den Nachtisch zu servieren. Auf die tägliche saubere Kleidung wird ebenfalls verzichtet. Hinzu kommt, daß am 100. Jahrestages der Firmengründung eine weitere Getreidelieferung vom Hagel vernichtet wird. Dem wirtschaftlichen Verfall geht auch ein geistiger Verfall einher. Thomas ist kaum noch in der Lage seine Gesichtszüge zu disziplinieren.

    Des weiteren weicht sein Sohn Johann (kurz Hanno) von der väterlichen Tradition ab. Er beschäftigt sich nicht mit Mathematik oder Grammatik, sondern mit Musik und lehnt somit die intellektuelle Geisteshaltung und das daraus abgeleitete rationale Handeln unabsichtlich ab. Ein gewisses Vorbild ist für ihn sein Onkel Christian, der sich aufgrund eines Rheumaleidens in der Welt herumtreibt, in Opern, Theatern und Klubs sein Dasein fristet. Von Disziplin hält er so gut wie gar nichts und plaudert willig seine Gemütszustände und Gebrechen aus.

    Aufgrund dieser Tatsachen sieht Thomas den Familienfortbestand gefährdet, er kann aber nichts dagegen unternehmen.

    Als ärgerliche Blamierung in der Öffentlichkeit wird die Verurteilung des Direktors Weinschenk durch die verhaßte bürgerliche Konkurrenzfamilie Hagenström aufgefaßt. Erika Weinschenk muß nun mangels Einkommen das Haus verkaufen und zur Konsulin ziehen. Diese stirbt im Jahre 1866 und mehrere Streite zwischen den Familienmitgliedern um das Geldvermögen, um das Inventar und um das Haus flammen auf, wobei der soziale Konflikt zwischen Tom und Christian und der geistige Konflikt zwischen Tom und Tony wieder auftreten.

    Durch den Verkauf des Elternhauses an Konsul Hagenström ist das Ende der Ära Buddenbrooks als wirtschaftlich und politisch erfolgreiche Handelsfamilie endgültig besiegelt.

    Der endgültige Verfall der Familie Buddenbrook wird durch den frühen Tod des kleinen Johann (Hanno) deutlich.


    Weitere Infos zu Buddenbrooks

  • Zusammenfassung/Inhaltsangabe Wilhelm Tell Friedrich Schiller

    Zusammenfassung/Inhaltsangabe Wilhelm Tell Friedrich Schiller

    1. Aufzug (8-32)

    1. Szene (8-13)

    Rudi, der Fischer; Jenny, sein Gehilfe und Kuoni, der Hirte auf einer Wiese nah an einem See diskutieren, ob bald ein Unwetter heranzieht.
    Plötzlich kommt Baumgarten hinzu, der den Burgvogt wegen einer Belästigung seiner Frau und Missachtung seiner Würde in der Badewanne in seinem Haus mit der Axt erschlagen hat. Er will den Fischer dazu überreden, dass er ihn ans andere Ufer bringt. Aber der Fischer erwidert, dass es zu gefährlich sei, wegen des Unwetters.
    Da kommt Herr Tell hinzu und will ihn auch überreden, doch er schafft es nicht. Also fährt er selbst mit Baumgarten hinüber.
    Die Soldaten kommen und wollen Baumgarten ausgeliefert haben, doch sie sehen ihn noch auf dem Wasser. Sie Jagen sie die Herden von den Beteiligten, die ihrer Meinung nach Baumgarten zur Flucht verholfen haben, weg.

    2. Szene (14-20)

    In Schwyz reden Herr Pfeifer und Herr Stauffacher über den Krieg mit Österreich.
    Herr Pfeifer meint, dass wenn Österreich erst einmal ihr Land erobert hätte, es ihnen für immer gehören werde. Nachdem Herr Pfeifer gegangen ist setzt sich Herr Stauffacher traurig auf eine Bank und seine Frau kommt hinzu. Sie muntert ihren Mann auf und bringt ihn dazu, dass er gegen den Vogt des Landes einen Krieg anzetteln soll, da der Landvogt ihm früher den Untergang angedroht hatte. Gegen Ende der Szene kommen Herr Tell und Herr Baumgarten zu dem Haus von Herrn Stauffacher, nachdem sie den See unversehrt überquert haben, hinzu und sprechen Herrn Stauffacher an, zu dem sie auch wollten und freuen sich, dass er zuhause ist.

    3. Szene (20-23)

    Ein Angestellter des Vogtes hält Aufsicht über einen Häuserbau in Altdorf.
    Er treibt einen alten Mann zur Arbeit an, der zu müde und erschöpft ist um weiter zu gehen. Da wehren sich die anderen Arbeiter. Herr Tell und Herr Stauffacher kommen hinzu und schauen eine Weile zu. Aufeinmal kommt ein Ausrufer mit Gefolge und verkündet, dass er diesen Hut, den er auf einem Stock hochhält, auf diesen Platz aufstellen werde und dass ihn jeder huldigen soll, als ob es der Vogt wäre. Dies habe der Vogt angeordnet. Nachdem sie weitergegangen sind, merkt eine Frau, dass der Dachdecker vom Dach gefallen ist und eilt herbei. Der Angestellte des Vogtes rennt zu ihm; muss jedoch verkünden, dass er tot ist.

    4. Szene (24-32)

    In Walter Fürst’ Wohnung treten gleichzeitig Walter Fürst und Melchtal ein.
    Sie reden über die Geschehnisse und über den Kaiser. Aufeinmal klopft es an die Tür und Melchtal geht auf Anweisung von Walter Fürst in ein anderes Zimmer, denn er befürchtet, dass es Diener des Kaisers sein könnten. Es war jedoch nur Herr Stauffacher, der erfuhr, dass der Vater durch den Kaiser erblindet ist und dass er ihm alles genommen hat, bis auf seinen Stock und so musste er von Haus zu Haus nackt und blind gehen. So entschließen sie sich, dass sie den Kaiser stürzen und sich alle mit je 10 Freunden auf einer Wiese am Waldrand treffen wollen, um den Krieg gegen den Kaiser anzutreten. Der Vater soll immer Nachricht von den Geschehnissen erhalten, da er sonst nichts erfahren und unternehmen könne.

    2. Aufzug (33-55)

    1. Szene (33-39)

    Auf dem Edelhof des Feiherren von Attighausen.
    Herr Attinghausen steht mit seinen Knechten auf dem Edelhof und teilt den Frühtrunk mit ihnen. Danach gehen die Knechte und bloß sein Neffe, der in Rittertracht gekleidet ist, bleibt bei ihm. Sie unterhalten sich lange, da Rudenz, sein Neffe, zur Herrenburg reiten will, um Berta von Bruneck zu treffen und weil er nicht sein Erbe antreten und genau so enden, wie sein Onkel jetzt, der nichts mehr von der Welt sieht, sondern nur noch in seinem Palast sitzt und sich alles berichten lässt, was in der Welt passiert. Sein Onkel, Attinghausen, will ihn immerzu überreden dazubleiben, da er der letzte seines Geschlechtes sei und wenn er das Erbe nicht antreten würde, so übernähme ihn eine andere Familie und dass wäre das Ende für ihn.
    Am Ende geht der Neffe und lässt seinen Onkel allein. Dieser trauert noch eine Weile, bis er ebenfalls die Szene verlässt.

    2. Szene (39-55)

    Auf einer Wiese, von hohen Felsen und Wäldern umgeben treffen, sich Melchtal, Baumgarten, Winkelried, Meier von Sarnen, Burghardt am Bühl, Arnold von Sewa, Klaus von der Flüe und noch vier andere Landleute.
    Sie schauen sich um und entdecken einen doppelten Regenbogen, der vom Mond über den See gebildet wird und unter diesem Regenbogen erkennen sie ein Boot, welches über den See hinüberkommt. Sie fragen wer im Boot wäre und was er wolle und bekommen als Antwort, dass sie Freunde seien.
    Es steigen Stauffacher, Itel Reding, Hans auf der Mauer, Jörg im Hofe, Rossberg Hunn, Ulrich der Schmied, Jost vom Weiher und noch drei andere Leute, die ebenfalls bewaffnet sind, aus dem Boot.
    Melchtal beginnt zu erzählen, wie er geflüchtet ist und wie er seinen Vater blind von anderen Menschen ernährend fand und wie er Rossberg und Sarnen, die Burgen der Feinde, erkundete, ohne den Feind zu erschlagen.
    Als die anderen Leute dazukommen, will Stauffacher wissen, wer sie sind. So erklärt ihm Melchtall, wo die einzelnen Personen herkommen und wie sie heißen.
    Aufeinmal kommen Leute den Berg hinuntergeklettert. Es sind insgesamt 33 Personen. Unter ihnen Walter Fürst, Rösselmann der Pfarrer, Petermann der Siegrist, Kunio der Hirt, Werni der Jäger, Ruodi der Fischer und noch fünf andere Leute.
    Nun sind sie alle komplett und diskutieren darüber, wer sie anführen soll, da sie aus 3 verschiedenen Reichen kommen. Sie einigen sich schließlich, dass Uri den Kampf führen und Schwyz Rat geben soll, wenn sie ihn nötig hätten.
    Sie treten in einem Kreis zusammen und schwören den Eid ihrer Vorfahren neu, denn auch wenn sie aus verschiedenen Regionen kommen, waren ihre Vorfahren doch die gleichen.
    Jetzt wollen sie sich wehren, denn sie sind frei. Sie haben freiwillig den Fürsten und wenn er das verschenkt, was ihnen gehört, lassen sie sich das nicht gefallen, auch wenn sie ihn gewählt hatten, denn sie meinten, dass es ganz ohne einen Führer nicht ginge. Doch wenn der Führer sie verraten würde, so lassen sie sich das nicht gefallen.
    Rösselmann schlägt einen Weg vor, diesem Kampf zu entkommen, wenn sie sich Österreich ergeben würden und ihn als Herrscher anerkennen würden. Doch die anderen sind sehr davon abgeneigt und nennen ihn einen Verräter des Landes. So beschließen sie, dass Österreich nicht das Land bekommt, welches es durch Schmeicheleien nicht bekommen hat.
    Nun berichtet Konrad Hunn, was er auf dem kaiserlichen Platz erlebte:
    Alle, die ihr Freiheitspapier abholen wollten, aus fernen Ländern, haben es vom Kaiser ausgehändigt bekommen und sind fröhlich und munter wieder nach Hause gefahren. Ihn jedoch habe man zurückgewiesen, mit der Ausrede, dass der Kaiser keine Zeit habe. Da ging Hunn traurig durch die Räume und traf auf einmal auf Johann von Schwaben, der weinend in einem Eiker stand. Er sagte, dass man sich nicht mehr auf die Gerechtigkeit des Kaisers verlassen könne und so gingen sie auseinander.
    Sie planen, dass sie zuerst die Burgen mit dem Kaiser einnehmen wollen, da sie sonst keine Chance hätten. Einer von ihnen soll an Weihnachten dem Kaiser Geschenke bringen und so in die Burg gelangen. Wenn die anderen das Tor eingenommen haben, soll ein Horn geblasen werden und die Hineingeschmuggelten könnten mitkämpfen. Aber es soll, wenn möglich kein Blut vergossen werden.
    Am Ende der Unterhaltung sprechen sie den Eid der Vorfahren und gehen, bei aufgehender Sonne in 3 verschiedene Richtungen davon.

    3. Aufzug (56-76)

    1. Szene (56-59)

    Tell und Gemahlin mit Kindern sind auf dem Hof. Die Kinder spielen im Hintergrund. Tell will nach Altdorf gehen, um die Entschlüsse der Verbündeten zu erfahren. Seine Frau jedoch will nicht, dass er geht, denn es wird vermutet, dass sich der Landvogt in Altdorf befindet. Dieser ist wegen eines früheren Vorfalls, den der Tell erzählt, nicht gut auf ihn zu sprechen. Als Tell die Geschichte erzählt hat, fragt eines seiner Kinder wohin er gehe. Nachdem er seinen Hut genommen hat, antwortet er: „Zu Großvater“. Da will eines der beiden Kinder mit. Der Vater erlaubt es ihm und Tells Frau kann ihn nicht umstimmen.
    Als er gegangen ist verfolgt ihn seine Frau noch lange mit ihrem Blick.
    Da sagt der Sohn, dass er dageblieben ist und dass er bei ihr bleiben wolle. Daraufhin erwidert sie, dass er ihr treu bleibe und dass er ihr Liebling sei.
    Dann verschwinden sie im Haus.

    2. Szene (59-63)

    Berta und Rudenz treffen sich alleine in einem Wald. Rudenz, der eigentlich mit zur Jagd gehen wollte, sich aber von der Truppe getrennt hatte, trifft Berta, da er sie liebt. Berta ist zuerst böse auf ihn, weil er seine Pflichten verletzt hat, doch auch sie liebt Rudenz. Beide kommen ins Gespräch und beschließen, als sie beide herausgefunden haben, dass sie sich lieben, dass Rudenz mit zur Jagd gehen soll, die sich genähert hat und wenn er die Schlacht gegen Österreich gewinnt und sie alle frei sind, Rudenz Berta heiraten soll. Sie werden in dieser Region ein Haus bauen, denn es ist die Heimat von Rudenz und er liebt sie. Berta findet das gut.
    Plötzlich erschallt ein Jagdhorn. Jetzt sind die Jäger wieder nahe bei ihnen. So trennen sie sich, indem Rudenz sich wieder dem Jagdtrupp entschließt und Berta nach Hause geht.

    4. Aufzug (64-76)

    Auf der Wiese bei Altdorf, auf der der Hut auf der Stange steht, befinden sich zwei Wachen, Friesshardt und Leuthold, die aufpassen sollen, dass sich jeder vor dem Hut verneigt.
    Sie meinen, dass es Unsinn sei Wache zu halten, da sowieso keiner vorbeikommen würde. Sie würden eher einen Umweg gehen, als sich vor dem Hut zu verbeugen.
    Doch der eine meint, dass um die Mittagsstunde, wenn alle vom Rathaus kommen würden, sie einen guten Fang machen können, wenn einer sich nicht vor dem Hut verneigen wolle.
    Da kommen Hildegard, Mechthild und Elsbeth mit ihren Kindern auf die Wiese und stellen sich um die Stange.
    Leuthold meint, dass es egal sei wer vor den Hut trete; es brauche sich niemand zu verneigen, denn er würde wegschauen. Doch Friesshardt verscheucht sie und sagt, dass sie ihre Männer herschicken sollen, wenn sie den Mut hätten dem Gesetz zu trotzen. Daraufhin gehen die Frauen.
    Tell mit Sohn treten auf die Wiese. Walter fragt, ob es wahr wäre, dass, wenn man die Bäume am Hang des Gebirges abholze, man umkommen würde. Tell bejaht dies, da diese unter Naturschutz lägen und nicht da wären, könnten die Lawinen bis zum Altdorf kommen und würden es vernichten. Doch so schützen die Bäume vor Lawinen.
    Dann wollen sie weitergehen, doch Freisshardt hält sie auf und will den Tell ins Gefängnis werfen, da er die Vorschriften verletzt habe. Daraufhin ruft der Knabe um Hilfe. Es kommen Rösselmann der Pfarrer und Petermann der Siegrist auf die Bühne um zu helfen, doch es nützt nichts.
    Als noch Walter Fürst, Melchtal, Staufacher, Hildegard, Mechthild und Elsbeth kommen um zu helfen diskutieren sie, ob sie sich gegen den Wachmann wehren sollen, doch Tell sagt bloß, dass er sich schon selbst helfe.
    Während sie noch Streiten sind hört man Jagdhörner und Friesshardt ruft um Hilfe. Die anderen bekommen Angst, denn der Vogt kommt angeritten.
    Als Berta, Rudolf, Geßler, Rudenz und ein großes Gefolge von Knechten heraneilen spricht Geßler, dass der Tell einen Apfel von seinem Sohnes Kopf schießen solle. Unter den Landleuten entsteht Unruhe. Zuerst wird es nur als einen Scherz angesehen, aber er meint es ernst. Da betteln die Leute, doch es nützt nichts. Sodann tritt der Knabe vor und sagt, dass er keine Angst habe. Man solle ihm sagen, wo er sich hinstellen soll.
    Als Tell den Bogen spannt zittert er. Er legt an, doch nimmt den Bogen wieder herunter und fängt selbst an zu betteln. Er will sogar sein Leben geben für das seines Sohnes, doch er muss schießen, sonst bringt Herr Geßler beide um.
    Als der Zweite Wachhabende es nicht mehr ertragen kann geht er zum Landvogt und fordert ihn zum Kampf auf. Doch in diesem Augenblick feuert der Tell den Pfeil ab und trifft genau den Apfel. Der Knabe lebt und die anderen sind sichtlich erleichtert. Der Landvogt lobt den Tell und sagt, dass er ziehen darf. Der Knabe kommt mit dem Apfel in der Hand angelaufen und teilt mit, dass er es gewusst habe, dass er den Apfel treffen würde. Der Landvogt fragt den Tell, was er mit dem zweiten Pfeil vorgehabt habe, den er in den Bogen gespannt habe.
    Der Tell antwortet ihm, dass er, wenn er seinen Sohn erschossen hätte auch ihn erschossen hätte. Der Landvogt antwortet darauf, dass er es geahnt habe und dass er ihn daher auf seinem Schiff verwahren werde, damit er vor ihm sicher wäre. Die anderen wehren sich gegen den Entschluss und sein Sohn schreit. Doch der Tell antwortet ihnen, dass er sich schon helfen und dass sein Sohn Gott schon um Hilfe bitten werde. So wird er abgeführt und die anderen, außer Friesshardt und Leuthold, entfernen sich.

    5. Aufzug (77-101)

    1. Szene (77-83)

    Am östlichen Ufer des Vierwaldstättensees.
    (Gespräch zwischen Kunz von Gersau, Fischer und Fischerknabe)
    Kunz erzählt ihnen, dass Tell vom Landvogt persönlich abgeführt wurde und dass Herr Attinghausen fast tot sei. Daraufhin erwidert der Fischer Trauer und Verzweiflung.
    Nachdem Kunz gegangen ist, ist der Fischer immer noch traurig und redet mit dem Fischerknaben über das Wetter. Der Knabe will seinen Vater in das Haus locken, da das Wetter noch nie so verrücktgespielt hat und da es draußen ungemütlich ist. Doch auf einmal hören sie Glocken, die zum Gebet rufen, denn es kommt des Landvogts Schiff auf der stürmischen See gefahren und droht zu kentern.
    Plötzlich bemerkt der Junge, dass ein Mann nahe bei ihm auf dem Boden liegt. Sie gehen zu ihm und erkennen, dass es Tell ist. Sie fragen ihn, wie er entkommen sei und er erzählt, dass er, wegen des Unwetters rudern sollte. Er sei dann so unauffällig wie möglich zu den steilen Klippen gefahren und flink mit seiner Armbrust auf die Klippe gesprungen. Das Schiff hat er seinem Schicksal überlassen.
    Nun will er nach Arth und Küssnacht gehen. Doch da er den Weg nicht kennt schickt der Fischer ihm seinen Sohn mit, um ihm den Weg zu zeigen.
    Der Tell gibt dem Fischer zum Auftrag, da er auch den Eid geschworen hat, dass er zu Tells Frau gehen und ihr erzählen soll, dass ihr Mann noch am leben sei. So ziehen sie ihres Weges.

    2. Szene (83-91)

    Auf dem Edelhof zu Attinghausen.
    Der Freiherr sitzt sterbend in einem Sessel. Um ihn herum beschäftigt: Walter Fürst, Stauffacher, Melchtal und Baumgarten. Tell kniet vor dem Sterbenden, seine Frau hereinstürmend.
    Tell und seine Frau streiten sich über den Schuss. Andere verteidigen ihn, doch seine Frau ist sichtlich erbost.
    Plötzlich rührt sich Attinghausen und es wird ihm erzählt, dass ein neuer Βund geschlossen sei und dass er in Ruhe sterben könne, da die Tage der Tyrannei gezählt wären. Daraufhin segnet er Tells Knaben und fällt in seinen Sessel zurück.
    Rudenz, Attinghausens Neffe, tritt ein und fragt, ob er noch lebe, doch er ist schon tot. Er erfährt, dass er leichten Herzens gestorben ist und dass er seines Neffen Taten gesegnet hat. Da fasst er neuen Mut und überredet die anderen, mit dem Angriff gegen die Tyrannen nicht länger zu warten, denn durch ihr Zögern wurde seine Frau entführt und er bettelt alle um Beistand und Hilfe an. So werden sie sich nach einiger Zeit einig, dass sie am nächsten Morgen aufbrechen.

    3. Szene (91-101)

    Auf der hohlen Gasse bei Küssnacht will sich Tell hinter einem Strauch verstecken, um den Vogt mit seiner Armbrust zu erschießen. Er diskutiert mit sich selbst wofür und warum er dies tut. Schließlich setz er sich auf eine Bank, denn er meint, dass doch nur Wanderer vorbeikommen würden, die sich nur um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern würden.
    Es kommt leise Musik rasch näher. Eine Hochzeit fährt vorbei. Stüssi, der Flurschütz setzt sich zu ihm und will Tell überreden, mit zu der Hochzeit zu kommen, da alle herzlich eingeladen wären. Doch der Tell will nicht. Stüssi bemerkt, dass ihn irgend etwas bedrückt, bekommt aber keine Antwort von Tell. Armgard kommt, weil sie den Landvogt  begrüßen will, der heute des Weges kommen soll. Ein Wanderer, der in die Szene kommt, verkündet, dass die Bäche die Brücken eingerissen hätten und dass so der Landvogt aufgehalten sei.
    Doch da kommt Frießhardt des Weges und verkündet, dass der Landvogt dicht hinter ihm sei und dass sie Platz machen sollen. Daraufhin versteckt sich Tell und Armgard stellt sich in den Weg, um den Landvogt zu begrüßen. Stüssi geht ab, weil er den Tell nicht mehr finden kann.
    Als der Landvogt mit seinem Berater ankommt, stellt sich Armgard in den Weg und fordert, die Freilassung ihres Mannes, der in einem Turm schon seit Tagen gefangen gehalten wurde. Doch der Landvogt bleibt hart und will sogar mit dem Pferd über sie und ihre Kinder reiten. Der Berater fragt sie jedoch weiter, wer ihr Mann sei und was er machen würde. Dies beantwortet sie alles, doch plötzlich rauscht ein Pfeil heran und trifft den Landvogt mitten ins Herz. Er stürzt und sein Berater steigt von seinem Pferd. Es herrscht allgemeine Aufruhr. Sie vermuten, dass es der Tell war, doch haben sie nun andere Gedanken, denn das Volk fühlt sich nun frei. Da der Ratgeber des Vogtes keine andere Wahl hat geht er mit den eingetroffenen Soldaten nach Küssnacht. Sechs Mönche treten auf und singen den Toten an.

    6. Aufzug (102-117)

    1. Szene (102-109)

    Wieder auf der Baustelle auf dem öffentlichen Platz bei Altdorf.
    Ruodi, Kuoni, Werni, Meister Steinmetz und viele andere Landleute, auch Frauen und Kinder stehen auf dem Platz, als plötzlich von den Bergen ein Feuerwerk losbricht. Alle Leute freuen sich und wollen den Bau für den Landvogt am bauen sind niederreißen, da das Feuerwerk ein Zeichen für den Sieg gegen den Landvogt ist. Doch Walter Fürst will erst eine Nachricht abwarten. Er kann sie aber nicht abhalten. Sie schicken einen Hornbläser auf den Berg, um die Freiheit zu besiegeln. Da kommt Melchtal und berichtet, dass sie die zwei Burgen erobert hätten und dass er fast den Schänder seines Vaters getötet hätte, doch auf Wunsch des Vaters hat er ihn am Leben gelassen. Die Frauen kommen mit dem Hut auf die Bühne. Im Hintergrund sind die Geräusche des Zusammenfalls des Hauses zu hören.
    Die Frauen wollen wissen, was sie mit dem Hut machen sollen. Daraufhin antworten die Leute , dass sie ihn verbrennen sollen. Walter Fürst jedoch will ihn aufbewahren, denn er soll ewig ein Symbol der Freiheit sein.
    Rösselmann und Stauffacher kommen heran und erzählen, dass der Kaiser ermordet sei. Daraufhin drängen sich die Landleute um die beiden.
    Er erzählt, dass er von seinem eigenen Sohn durch Rache an einem Bach erschlagen wurde. Nun sind alle leichten Herzens, denn nun bekommt das Reich einen neuen König. Sie vermuten, dass es der Luxemburgische König sei. Aufeinmal kommt Siegrist mit einem Brief der Königin, die Hilfe von ihnen verlangt, die Mörder ihres Mannes zu fangen. Dies stößt auf Widerstreben, denn der König hat ihnen nie etwas Gutes getan, und denen, die ihn getötet haben noch nie etwas Schlechtes. So beschließen sie der Königin nicht zu helfen.
    Als der Brief von Walter Fürst zu Ende gelesen ist gehen alle etwas fröhlicher auseinander.

    2. Szene (110-116)

    Hedwig, Tells Frau und ihre Kinder sind in ihrem Haus und freuen sich, dass ihr Vater, bzw. ihr Mann wiederkommt. Plötzlich erscheint in der offenstehenden Tür ein Mönch, der hineinkommt und der nach Tell fragt. Die Frau hat plötzlich Angst weil sie erkennt, dass dieser Mann kein Mönch ist.
    Als Tell endlich auftaucht, schickt er seine Frau und seine Kinder fort, denn er erkennt, dass es Parricida ist, der seinen Vater, den Kaiser, getötet hat. Sie reden lange. Zunächst will ihm Tell nicht helfen, doch nach einer Weile, nachdem Parracida ihn angefleht hat, wird Tell weich und sagt, dass er nach Rom gehen und dort dem Papst alles berichten müsse. Parracida kennt jedoch den Weg dorthin nicht, also erklärt Tell ihm den Weg. Als er hört, wie gefährlich er ist wird er zunächst sehr unsicher, doch ist er dem Tell nachher sehr dankbar. Plötzlich hört man Musik im Hintergrund und Tell schickt ihn weg, da in naher Zukunft Leute an seinem Haus vorbeikommen werden. So verlassen sie alle die Szene.

    3. Szene (116-117)

    Von den Berghängen kommen Stauffacher, Melchtal, Walter Fürst und viele andere.
    Sie loben und begrüßen den Tell als einen ehrwürdigen Mann und Berta will bei ihnen aufgenommen werden. Dafür sind alle und sie gibt ihr Amt an Rudenz weiter. Dieser erklärt, dass das Volk auf ewig frei sein soll. Daraufhin fällt der Vorhang.

    Anhang (118-175)

    I. Geschichte und Dichtung: Wer war Wilhelm Tell? (118-128)

    1. Der Historiker hat das Wort: Anfänge der Schweizer Eidgenossenschaft (118-119)

    Geschichte der deutschen Herrscher und Anfänge der Eide gegen die Tyrannei.

    2. Die Weiterentwicklung im Überblick (120)

    Weitere Geschichte der Eidgenossenschaft und der Könige von 1315-1499 in Zeitleistenform

    3. Bäuerliche Tätigkeiten (120-121)

    Erklärung welche Rolle die Bauern im 18. Jh. spielten. Anschließend Bilder der bäuerlichen Arbeiten des 15. Jh.

    4. Der ewige Bund von 1291 (121-122)

    Erläuterung und Ausschnitte aus dem Bund der 3 Völker (Uri, Schwyz, Unterwalden)

    Geschichte oder Geschichten? – Schillers Hauptquelle: Ägidius Tschudi (123-126)

    Quellen der Geschichte des „Tells“ von dem Schuss des Apfels bis zum Tod des Vogtes in altdeutscher Sprache. Anschließend 3 Bilder vom Schuss, vom Bade und vom Schwur.

    6. Fast jedes Volk hat einen Tell – Aus dem Lexikon der populären Irrtümer (126-128)

    Diskussion der Historiker über die Echtheit des Wilhelm Tell.

    II. Schillers „Tell“: Entstehung und erste Reaktionen (129-142)

    1. Friedrich Schiller – Stationen seines Lebens (129-131)

    Lebensorte und Werke Schillers. Anschließend Bild von Schiller

    2. „Eine verteufelte Aufgabe“ – Friedrich Schiller: Brief an seinen Freund Christian Gottfried Körner vom 9. September 1802 (132)

    Schillers Bedenken und Reizungen der historischen Erzählungen des Tell und die Nachfolge seiner Arbeiten. Ein Brief von Schiller.

    3. Wenn Goethe den „Tell“ geschrieben hätte… – Johann Peter Eckermann: Gespräch mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens. (133-134)

    Erzählung von Johann Peter Eckermann über Goethes Gedanken und Anregungen des „Tell“ und Unterschiede des „Tell“ gegenüber Schiller, wenn Goethe ihn geschrieben hätte.

    4. Friedrich Schiller: An Karl Theoden von Dahlberg (134-135)

    Friedrich Schiller schickte ein Exemplar des Tell an seinen Förderer Karl Theoden mit einem beiliegenden Gedicht, das er ihm widmete. Das Gedicht liegt bei.

    „Tell schießt nicht wirklich, sondern schnellt nur ab“ – Schiller als Praktiker des Theaters – Schillers Brief an Karl Schwarz, 24.03.1804 (135-137)

    In einem Brief an Karl Schwarz erläutert Schiller die Auswahl der Schauspieler und die Kleider der einzelnen Personen. Anschließend sind einige Skizzen der Kleider des Schauspiels vorhanden.

    6.0 „Tells Monolog, das Beste im ganzen Stück“ – Schiller reagiert auf Einwende gegen sein Schauspiel (137)

    Fragen von August Wilhelm Iffland zu Schillers „Tell“. Eine Erläuterung.

    6.1. Ifflands Bemerkungen / Schillers Bemerkungen (138-139)

    Kritik und Gegenkritik des Stückes „Tell“

    7.0. Erste Eindrücke und Urteile I: Schillers Freund Körner nach der Lektüre des „Tell“ (140)

    Körners Eindrücke und Kritik gegenüber Schiller über den „Tell“

    7.1. Erste Eindrücke und Urteile II: Eine Adlige nach der Weinmarer Uraufführung vom 17 März 1804: „Ich dachte, die Hitze würde mich umbringen (141.142)

    Kritik und Eindrücke von Henriette Knebs gegenüber Schiller über den „Tell“

    III. Tell und die Schweizer (143-156)

    1. Immer wieder Tell (143)

    Erläuterung der Begegnungen des „Tell“ in heutiger Zeit. Anschließend Bild von Tell.

    2. Tell als Denkmal (144)

    Zuerst ein Bild von einem Denkmal von „Tell“. Anschließend eine Beschreibung des Wesens von „Tell“

    3. Tell als Reiseführer 1844 (145)

    Erläuterung der Anlehnung an den „Tell“ der Reiseführer über die Schweiz

    4. Tell als Reiseführer 1997 – Route 5 – Das Tor zum Süden (145-147)

    Ausschnitte aus einem Reiseführer, der sehr an den „Tell“ angelehnt ist. Anschließend Bilder der Orte, an denen das Stück „Tell“ gespielt hat.

    5. Tell als der „Brave Mann“ der hohlen Gasse. (147-149)

    Erläuterung der Taten Tells von Phillip Etter, besonders bei der hohlen Gasse. Anschließend ein Bild von der hohlen Gasse.

    6. Tell als erledigter Mythos (149)

    Aussage von Kurt Mauti, dass es den „Tell“ nie gegeben hat und dass er keinen Einfluss auf unser heutiges Leben hat.

    7. Tell ans Umfrageergebnis (150)

    Erläuterung der Wichtigkeit des „Tell“ für die heutige Jugend.

    8.0. Tell als literarische Figur

    8.1. Gottfried Keller – Der Grüne Heinrich (150-153)

    Zusammenfassung und Erläuterung einer Aufführung des „Tell“ von Gottfried Keller

    8.2. Max Frisch: Aus Wilhelm Tell für die Schule (153-156)

    Ausschnitte aus Wilhelm Tell für die Schule.
    IV. Tell in Deutschland – ein Politikum? (157-164)

    1. Georg Herwegh: Der Freiheit eine Gasse von 1841 (157-158)

    Gedicht von Georg Herwegh über die Befreiungsbewegung Deutschlands.

    2. Tell – auf dem Theater in Deutschland (158-159)

    Erläuterung wie man den „Tell“ von 1848-1941 gehandhabt hat.

    3.0. Eine Inszenierung und ihre Folgen – Berlin (Ost) 1962 (159-160)

    Erläuterung der Auflagen des Stückes „Tell“

    3.1. Friedrich Schiller – Wilhelm Tell (160-161)

    Neuinszenierung von Wolfgang Langhoff. Kritischer Text über die Neuinszenierung.

    3.2. Jürgen Leinemann – „Eine geheimnisvolle Arroganz“ (161)

    Kommentar zu Langhoffs Neuinszenierung von Leinemann

     
    4.0. Tell zum Nachdenken über „Deutsches“ : Heymes Inszenierung von 1966-1986 (162)

    Bemerkung, ob Heyme die Aussage des Autors in dem Stück „Tell“ verändern durfte.

    4.1. Friedrich Schiller – Wilhelm Tell – Inszenierung von Hansgünter Heyme von 1966 (162-163)

    Bemerkung zu Heymes Verunstaltung des „Tell“ in der Neuinszenierung von 1966

    4.2. Stichworte zur Konzeption (Neuinszenierung von Heyme von 1986) (163-164)

    Anregungen und Gedanken von Heyme für seine Neuinszenierung von 1986

    V. Tell und die „Deutsche Revolution“ 1989 (165-170)

    In den folgenden Texten geht es um die Übertragung des Tell auf die DDR, als die Mauer fiel.

    1. Der Tell des Tages (165-167)

     Bemerkung und Kritik über die Inszenierung des Tell und über das Publikum in Ostberlin. Anschließend einige Bilder aus dem originalen Programmheft der Inszenierung in Ostberlin im Jahre 1988/1989

    2.0. Die Schaubühne als eine moralische Anstalt betrachtet (168)

    Nachfolgende Texte wurden nach der Vorführung des Tell im Foyer vorgelesen

    2.1. Aufruf in Dresden (168-169)

    Appel für ein „besseres“ Deutschland

    2.2 Für Offenheit (169-170)

    Aufruf der Schauspieler des „Tell“ an die gesamte Bevölkerung, dass zwischen Bevölkerung und Staatsführung wieder ein Übereinstimmen herrschen soll. Anschließend 2 Bilder von Demonstrationen in Deutschland.

    VI. Szeneninterpretation – einmal anders (171-175)

    1. Szenisches Interpretieren (171)

    Text über die Problematik eines Dramas, da viele Einzelheiten nur auf der Bühne dargestellt werden können.

    2. Wie kann man mit dieser Schwierigkeit umgehen? (171-172)

    Erläuterung, wie man mit dieser Schwierigkeit fertig wird.

    3. Welcher Umgang mit dem Drama ist konkret gemeint? (172)

    Anregung zum besseren Verstehen eines Dramas.

    4. Wie könnt ihr dabei vorgehen? (172-174)

    Erläuterung und Vorschläge wie man eine Szene in Gruppen besser verstehen kann.

    5. Texte verfassen (174)

    Erläuterung welchen Sinn es hat zu einem Drama einen Text zu verfassen.

    6. Welche Verfahren könnt ihr dabei anwenden? (174-175)

    Erläuterung der Möglichkeiten, wie man einen Text und welchen Text man zum besseren Verstehen eines Dramas verfasst.

  • Argumentation Beispiel – richtig argumentieren

    Argumentation Beispiel

    Wie baut man ein Argument auf?

    Schritt 1
    Ein überzeugendes Argument zeichnet sich dadurch aus, dass es durch vollständige Nachforschung, logische Beispiele und ebensolchen Argumentationen fest untermauert wird. Die Grundlage eines Arguments beruht zu aller erst auf einer starken These. Unter These wird eine wissenschaftlich zu beweisende Behauptung oder ein bestimmter Leitsatz verstanden.
    Schritt 2
    Setzen Sie die Ergebnisse ihrer Nachforschungen gezielt ein, um sicher zu stellen, dass sie die Ansprüche stützen, die sie in ihrer These (Hauptthese) fordern und auch in den Hauptforderungen ihre Aussagen enthalten sind. Ein Argument ist erst dann als gültig zu bezeichnen und kann dann als ein stichhaltiges Argument gelten, wenn es mit fundierten grundlegenden Beweisen gestützt werden kann und dadurch nicht mehr durch Gegenargumente widerlegt werden kann.
    Schritt 3
    Unterstützen Sie ihre Ansprüche in dem sie sich ein Konstrukt aus Oberbegriffen mit Unterbegriffen entwickeln um daraus ein gutes Argument auf zu bauen.
    Kombiniert man die einzelnen Oberbegriffe, dann entsteht daraus die Summe die Ihr Argument zusammensetzen. Die Leser oder Zuhörer müssen durch die Teile Ihres Argumentes klar geleitet werden, ohne Spur Ihrer Logik zu verlieren. Die Oberbegriffe eines Argumentes sollten absolut eindeutig sein und direkt zurück zur Hauptthese in Verbindung stehen. Sie sind die Säulen, auf denen ihr Argument steht.
    Schritt 4
    Analysieren sie alle Gegenargumente genauestens und widerlegen sie diese sofort gezielt. Lassen sie nicht zu , dass die Gegner ihrer Argumentation die Chance bekommen dem Leser oder Zuhörer Zweifel zu vermitteln gegenüber ihren Ausführungen.
    Schritt 5
    Verfestigen sie das Argument mit einer starken Aussage am Schluss ihrer Ausführungen. Jetzt sind sie an der Stelle angelangt an der sämtliche Gegenargumente ausgeräumt sind und sie können wieder zur Anfangsthese ihres Argumentes zurückkehren und die Diskussion weiterführen.